U23-Europameisterschaft: Intensive Vorbereitung und spannende Rennen

Erstellt von Julius Watzka||Regatta

In den vergangenen Wochen habe ich (Julius Watzka) mich gemeinsam mit meiner Mannschaft intensiv auf die Teilnahme an der U23-Europameisterschaft vorbereitet.

Von den Deutschen Meisterschaften zur Europameisterschaft

Alles begann mit dem dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Krefeld im Juni. Durch diese Platzierung wurden wir als Vierer ohne Steuermann (4-) für die Europameisterschaft vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde angenommen und damit stand fest, dass wir Deutschland bei der U23-Europameisterschaft vertreten dürfen.

Die Vorbereitung startete am 10.08. zunächst in Dortmund. Dort trainierten wir gemeinsam mit unserer Trainerin Jana Peters täglich zwei- bis dreimal. Der Fokus lag vor allem darauf, viele Kilometer im Vierer zu sammeln und uns als Mannschaft weiter einzuspielen. So sind wir bei beiden Rudereinheiten meist jeweils rund 20 Kilometer gefahren. Für etwas Abwechslung sorgten Krafttraining, Radfahren sowie Spiel und Spaß in der Halle.

Intensive Wettkampfvorbereitung in Ratzeburg

Vom 21.08. bis zum 30.08. fand dann die unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) in Ratzeburg gemeinsam mit den anderen Bootsklassen statt. Dort trainierten wir zusammen mit der gesamten Nationalmannschaft.

Der Trainingsalltag begann meist schon um 6:30 Uhr morgens mit einer langen Rudereinheit von etwa 22 bis 24 Kilometern. Nachmittags standen dann noch einmal zwischen 18 und 20 Kilometer auf dem Programm. Um auch hier ein wenig Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen, haben wir zwischendurch alle zusammen Zumba getanzt oder mit unserem Physiotherapeuten Stabi- und Mobi-Übungen gemacht.

Am 30.08. ging es dann noch einmal für drei Tage zurück nach Dortmund. Dort wurden wir zusätzlich von Christian Viedt, dem Bundestrainer der U23, im Training unterstützt.

Anreise und letzte Vorbereitungen

Am 03.09. haben wir schließlich die neun Stunden lange Autofahrt zum Wettkampfort angetreten. Als wir am Nachmittag ankamen, sind wir noch einmal kurz rudern gegangen, um uns mit der Strecke vertraut zu machen. Am Freitag stand dann noch eine letzte Trainingseinheit auf dem Programm, bevor wir am Abend an der Eröffnungszeremonie teilnahmen.

Schwierige Bedingungen im Vorlauf

Am Samstagmorgen wurde es dann ernst. Nach einigen Problemen an der Startanlage und einer daraus resultierenden Verzögerung konnten wir schließlich unseren Vorlauf im 4- fahren.

Zusätzlich machten uns die schwierigen Wetterbedingungen zu schaffen. Starker Wind und unruhiges Wasser sorgten dafür, dass die Rennen für alle Mannschaften eine besondere Herausforderung waren. Mit einem zweiten Platz im Vorlauf qualifizierten wir uns für das A-Finale.

Finaltag: Platz sechs im Vierer

Am Sonntag war dann Finaltag. Zuerst ging es für uns im 4- an den Start. Dort konnten wir uns leider nicht gegen die starke Konkurrenz aus Italien, Kroatien, Polen, Dänemark und Rumänien durchsetzen und belegten am Ende den sechsten Platz.

Am Nachmittag stand mit dem Mix-Achter noch ein weiteres Rennen an. Dort mussten wir beim Zeitfahren noch einmal alles geben. Das Schwierige dabei ist, dass man – anders als bei einem normalen Rennen – keinen direkten Vergleich mit den anderen Mannschaften hat. Man fährt die Strecke alleine gegen die Uhr und weiß währenddessen nicht, wo man im Vergleich zur Konkurrenz steht. Auch hier machten die schwierigen Wetterbedingungen das Rennen zusätzlich anspruchsvoll.

Nach einem sehr guten Rennen hat es am Ende leider knapp nicht für eine Medaille gereicht. Wir belegten den vierten Platz hinter Italien, Tschechien und Rumänien.

Viele Kilometer und wertvolle Erfahrungen

Damit ging für uns eine intensive Zeit mit vielen Trainingskilometern, neuen Erfahrungen und zwei spannenden Wettkampftagen bei der U23-Europameisterschaft zu Ende.