Rennbootwochenende Ostern 2026: Wie der böse Wolf vom Rotkäppchen verfolgt wird.
Eine Geschichte über den Ruderosterhase, die Quizzmasterin, und viele Ruderinnen und Ruderer, die manchmal einen Segelschein gebraucht hätten.
Nach erfolgreichem Aufriggern in Rekordzeit von 1,5 Stunden für 15 Boote fanden sich am Donnerstag nach und nach alle in Niederhausen an der Nahe ein. Die früh Eingetroffenen hatten schon ihre ersten Ruderkilometer hinter sich. Das war der Anfang für den Streckenrekord von Jochen mit 19 Fahrten und einer Strecke von 326 km. Gefolgt von Michael und Jörn mit 244 und 228 km.
Außerdem wurde am Abend, zur Feier unserer zwei Geburtstagskinder Sabine und Micha, der Startschuss für ein kuchenreiches Wochenende gegeben (Kuchencount: 6).
Nach einer frischen Nacht startete der erste Rudertag für alle. Die windigen Bedingungen hielten niemanden davon ab ins Rennboot zu steigen. Sabine, mit nur wenig Rennboot-Erfahrung ruderte im Skiff ohne Furcht und Schrecken mit unermüdlicher Begeisterung und trotzte Wind und Wellen. Zudem trainierte der Frauen4er fleißig mit ihren zwei Trainerinnen Susann und Sabine, um am letzten Tag bei traumhaften Wetterbedingungen für ihr Training mit drei schnellen, gut laufenden Runden belohnt zu werden.
Susann schmiedete unterdies einen Plan und begann mit der Vorbereitung einer Poker-Quizz-Runde. Den ganzen Tag wurden Leute nach ihren Wunsch- Quizzkategorien befragt. Die Bedienung eines Apfel-Laptops wurde zur Gruppenarbeit bei der zu häufig der Satz: „Ich brauche Christians Finger“ (um den PC zu entsperren) fiel. Währenddessen zeigten Tom und Julia ihre Bastel-Skills. Am Abend musste die mit Herzblut vorbereitete Aktion jedoch aus Mangel eines Kabels verschoben werden. Stattdessen fand man sich zu einer Runde Hitster zusammen.
Am Samstag konnte man Zeuge von Helges erster Ruderausfahrt werden. Mit knapp 2 1/3 Jahren durfte er, gut sichtbar in seiner leuchtenden Rettungsweste und viel Begeisterung, mit Mama Senia und Papa Christian seine erste Ausfahrt genießen. Am Mittag kam Mark zu Besuch. So konnte auch der Großteil der EUREGA Langstrecken-Mannschaft im Traumschiff den See berudern. Der Tag fand einen schönen Ausklang am Feuer mit hervorragendem Essen und Schokobananen unter dem Sternenhimmel.
Am Sonntag musste am frühen Morgen der Ruderosterhase bereits unterwegs gewesen sein, entlang des Wassers konnte man an den unterschiedlichsten Verstecken bunte Eier und Schokolade finden. Eine Herausforderung für alle RunderInnen. Leider konnten bei der Sammelaktion nicht alle Eier gerettet werden. Ein Ei, das mühsam mit einem ausgebauten Skull von einem Rennzweier geborgen werden sollte, überlebte den Sprung ins 8 Grad kalte Wasser leider nicht. Die Lektion, dass Marzipaneier nicht schwimmen, wurde gelernt. Der Rennvierer wagte sich nah an den Treibgutabweiser ran – voller Einsatz für ein Ei und ein gutes (gestelltes :D ) – Foto. Was macht man nicht alles für die Fans. - Der Mittag war geprägt von starken Böen und windigem Wetter, bei dem man sich teilweise ein Segel am Boot gewünscht hätte. Wenn die Wellen Schaumkronen haben und das Boot überholen dann sind das theoretisch idealen Trainingsbedingungen für den Rhein - und sonst eher Bedingungen für einen Überlebenskampf im Renneiner. Der Tag endete nach dem Motto: „Was lange währt…“ endlich mit dem ersehnten und legendären Poker-Quizz. Der Abend brachte sehr viel Spaß. Als Gewinnerinnen konnten sich am Ende das Team Rowyals mit Julia und Elinor gegen das Team von Jochen und Micha durchsetzen.
Montag wurden alle nochmals von traumhaften Wetterbedingungen belohnt. Der Frost an den Booten konnte Keinen von der spiegelglatten Oberfläche des Wassers abhalten. Bereits vor dem Frühstück wurde es eng an den Wenden. Bis mittags wurden weitere Kilometer gesammelt, insgesamt kamen 2245 km auf dem Wasser zusammen. Zurück am Verein durfte die Riggerpizza nicht fehlen.
Wer sich jetzt fragt wo das Rotkäppchen und der böse Wolf bleiben, der schaut einmal in die Statistik…
Ein Dank geht an Anne und Jochen für die Organisation, für die super ausgewählten Boote, die hervorragende Menüwahl und natürliche an alle Teilnehmenden. Es war ein sehr schönes Wochenende!




























