Rennbootwochenende in Niederhausen: Rudern, Gemeinschaft und jede Menge Kilometer
Alle halbn Jahre wieder: Vom 10. September bis zum 13. September war wieder Rennbootwochenende am Nahestausee in Niederhausen. Bereits am Mittwochabend traf sich unsere diesjährige 26-köpfige Gruppe zum Großeinkauf und sicheren Verladen der Ruderboote, bevor es im Verlauf des Donnerstags auf den Weg nach Rheinland-Pfalz ging. Dort angekommen ging es für die ersten besonders motivierten Ruderer und Ruderinnen schon am Donnerstagabend und am Freitagmorgen vor dem Frühstück aufs Wasser, denn die Ziele waren klar benannt: Manch einer wollte die 100 km Tagesleistung knacken, andere wollten vor dem Frühstück die ersten 4 Runden zurückgelegt haben und wieder andere wollten einfach die Stille eines schönen Spätsommermorgens genießen.
Sicher ins Rennboot starten
Freitags pünktlich um 9 Uhr ging es dann für alle los mit der gemeinsamen Vorbereitung zum Rudern. Einführung in das Ruderrevier mit seinen seichten Stellen, Schlingpflanzen und scharfen Kurven, gemeinsam aufriggern und raus aufs Wasser. Dieses Mal waren viele Anfänger und Anfängerinnen mit dabei. Deshalb wurde am Freitagmorgen, begleitet von erfahreneren Teilnehmenden, gerudert, um wieder ins Einerfahren reinzukommen. Diese Patenschaften ermöglichten es unseren Neulingen im Rennboot, sich vollkommen auf die anfangs noch wackeligen Schläge zu konzentrieren, während unsere erfahrenen Teilnehmenden mit vielen Tipps zu Technik und Tücken als sichere Begleiter zur Verfügung standen. Nach den ersten zaghaften Zügen des begleiteten Ruderns sah man das Selbstbewusstsein und die Sicherheit förmlich wachsen, sodass immer mehr alleine gerudert werden konnte. Am Freitagnachmittag kamen ein Vierer und mehrere Zweier aufs Wasser, um Abwechslung für die zu bieten, die nicht im Einer alleine rudern wollten. Dabei fuhr der Vierer in vielen verschiedenen Besetzungen etliche Runden. In regelmäßigen Abständen wurde am Steg angelegt, um neue Besatzungsmitglieder aufzunehmen, während sich alte Mitruderer auf eine Pause am Damm freuen konnten.
Auch an Land wurde es nicht langweilig
Auch an Land gab es ein breites Angebot an Aktivitäten. Für den einen war es das gemütliche Lesen einer Zeitung, für die andere der gemeinsame Austausch bei einer Tasse Kaffee.
Rudern von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
Der Samstag stand von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unter dem Motto: Rudern, rudern, rudern. Den ganzen Tag konnte in verschiedenen Besetzungen und Situationen gerudert werden, Einer-, Zweier- und Viererrudern je nach Lust und Laune. Bei tollem, windstillem Wetter mit viel Sonne und angenehm warmen Temperaturen fanden sich einige motivierte Rudernde zusammen, um kontrolliert in Stegnähe Einsteigeversuche zu trainieren. Einige nutzten das gute Wetter und gingen freiwillig schwimmen, vereinzelt kam es aber auch zu unfreiwilligen Einsteigeversuchen. Am Sonntag ging es auch nochmals früh los, schließlich stand ja nur noch ein halber Rudertag zur Verfügung. Am Morgen wurde bei etwas windigerem Wetter und Regen noch gerudert, bevor die Boote wieder abgeriggert und verladen und später dann in Stuttgart geputzt und aufgeräumt wurden. Umrahmt waren die Tage in Niederhausen von geselligem Beisammensein, ob auf dem Wasser, am Damm in der Sonne oder bei leckerem Essen und reich gedeckten Tischen und tollem Teamwork. Egal, ob es darum ging, einander beim An- und Ablegen zu helfen, große Mengen an Zwiebeln für leckeres und frisches Abendessen zu schneiden oder das Gelände am Ende wieder sauber zu verlassen, immer fanden sich herzliche Hände, die bereitwillig mitanpackten.
Danke an alle Beteiligten
Und zu guter Letzt geht auch noch ein sehr großes Dankeschön an die Organisation, ohne die dieses verlängerte Wochenende nie so lehrreich und gleichzeitig entspannend hätte werden können.
Vielen Dank an alle Beteiligten, wir freuen uns schon auf das nächste Mal!
Gedicht:
September.
Nahestausee.
26 Menschen.
Ein See; voller Morgen.Rudern! Rudern! Rudern!
Wackeln. Lachen. Ziehen. Atmen.
Vier Runden vor dem Frühstück,
hundert Kilometer im Kopf,
Sonne im Gesicht.Schlag – Schling – PLATSCH!
Einer. Zweier. Vierer.
Anfänger werden mutig,
Hände helfen Händen.Kaffee am Damm.
Zeitung und Sonne.
Regen am Sonntag.Boote raus. Boote rein.
Viel zu schnell vorbei.
Und irgendwo zwischen
Wasser, Wind und Rudern:
Zug, Ruhe, Zug




















