Rheinmarathon 2020 „Et war rischtisch schön!“

Und der Schlüssel-Alt-Schild Wanderpreis geht an den StCRC

Trotz widrigsten Bedingungen in dieser Zeit wächst die Stuttgarter Rudermarathon- Community beständig, so gingen in diesem Jahr 18 Ruder-Innen beim 49. Düsseldorfer Rheinmarathon an den Start. Bei wirklich ungemütlichem nasskaltem Wetter, welches eher zum Verweilen vor dem Kamin einlädt, kämpften sich die 4 Boote ganze 42,8km durchs unbeständige Gewässer ins Ziel. 

Dabei erreichten Sie mitunter eine Ruderdurchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 20km/h, welche den Deutschland- Achter ganz ohne Strömung auf olympischer Distanz (23km/h) fast Konkurrenz machen könnte. 
Erstmalig stellte der Cannstatter Ruderclub einen Frauen- Gig-Doppelvierer, welcher eine Premiere in doppelter Hinsicht feierte, da das Boot nur aus Youngster Ruderinnen bestand. Diese Tatsache, dass junge Frauen ganz freiwillig diese qualvolle Distanz als erste Ruderregatta bestreiten möchten, verunsicherte selbst den Veranstalter, so dass die Damen nach ihrem fulminanten Zieleinlauf in nur 2h34min direkt zum Interview gebeten wurden (Details dazu später im ausführlichen Clubreport). Das Team bestehend aus Svenja Knauf (Bugfrau), Franziska Meister, Katrin Schürger, Anja von Appen (Schlagfrau) und Steuermann Christian Klein verpassten um nur 2min das Podest und landeten auf den 4. Platz. Chapeau, eine Wahnsinns Leistung! 

Aber auch die Männer haben zum wiederholten Male mit hervorragenden Leistungen überzeugt. Der alteingesessene Männer-Gig- Doppelvierer mit der Stammbesetzung Michael Herrmann (Bugmann) und Jörn Michel (Schlagmann) und den drei vakanten Plätzen, welche durch Matthias Gathmann und den beiden Youngster Jonas Sulzer und Dominik Binder (Steuermann) aufgefüllt wurden, gewannen in ihrer Wertung (Masters C Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) den 2. Platz und durchquerten die Ziellinie in nur 2h20min. 

Diese Zeit konnte aus den eigenen Reihen noch getoppt werden, so ruderte der Männer-Gig-Doppelvierer in der offenen Klasse mit Matthias Auer (Bugmann), John Granville, Heiko Gulan, Ulf Frey (Schlagmann) und Steuerfrau Marion Weiler in nur 2h12min durchs Ziel und erruderten somit die drittschnellste Zeit des Tages. 

Als letztes Boot ging der Gig- Doppeldreier mit Christian Baum (Bugmann), Marc Höfling und Jochen Betten (Schlagmann) auf die Reise und erreichte als zweitschnellstes Boot in ihrer Klasse die Ziellinie (2h20min). 
Die starke Mannschaftsleistung wurde reich belohnt, so gewann der Verein den 3. Platz in der Gesamtwertung, den ersten Platz als schnellstes deutsches „nicht-Rhein Boot“ und den Wanderpreis den sogenannten „Schlüssel-Alt-Schild“. 
Viel wesentlicher war die Belohnung einiger durch den Verzehr von kleinen Kölsch-Stangen am Abend, aber wie sagt der Rheinländer so schön: „Et hätt noch immer jot jejange“.