Eurega am 04.05.2019

„Ein bisschen Sonnenschein war auch dabei …“

Wie in jedem Jahr fand am ersten Mai-Wochenende die Europäische Rheinregatta des Bonner Rudervereins statt. Ein absoluter Pflichttermin für die Marathontruppe des StCRC.

Andes als in den Vorjahren war dieses Mal nur ein Cannstatter Boot angereist, um die harte Tour - die 100 km lange Strecke von St. Goarshausen nach Bonn - anzutreten. Mit Matthias Auer war ein weiterer eingebürgerter Cannstatter in Renngemeinschaft am Start.

Schon zu Beginn war klar, dass das kein Zuckerschlecken werden würde. Schneebedeckte Gipfel und „flüssiger Sonnenschein“ stimmten auf einen ungemütlichen Tag ein. Dabei ging es gut los. Trotz der widrigen Bedingungen kassierte das Team „Give me five“ schon auf den ersten Kilometern fünf gegnerische Boote.

„Aber irgendwann wurde der Niederschlag stückig“, erinnert sich die Mannschaft. Wind und Wellen bei wenig Strömung zerrten an den Nerven. Es wurde zäh.

„Ein bisschen Sonnenschein war aber auch dabei…“

Sowohl wortwörtlich als auch im übertragenen Sinne. Kurz vor dem Ziel wurde es noch einmal richtig spannend. Durch vorausschauendes Steuern sparte das Cannstatter Boot viel Zeit beim Kreuzen des Rheins und machte ordentlich Boden (oder Fluss) auf das vorausfahrende Boot gut. Motiviert durch die näherkommende Konkurrenz entwickelte sich ein packender Endspurt. Kurz vor der Insel Nonnenwerth – ca. 12 km vor dem Ziel – lagen die Boote Bug an Heck.

„Die anderen hatten aber noch Reserven und wir hatten bereits alles gegeben.“

Nach 5:53:34 h erreichte das Team als fünftes von 23 Booten die Ziellinie. Knappe 10 Sekunden fehlten auf Platz vier. Das Team von Matthias Auer kam 20 min schneller auf Platz 3, während das schnellste Boot des Tages die 100 km in 5:28:03 h zurücklegte.

„Zum Feuerwerk haben wir´s dieses Mal nicht geschafft.“, erzählt die Truppe lachend. Um 21.30 Uhr gingen die Lichter aus, die Augen zu und ein Tag voller Strapazen zu Ende. Alles gegeben.


Mit dabei waren:

Jörn Michel, Michael Herrmann, Christian Baum, Marc Höfling, Heiko Gulan und Matthias Auer

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