32. Stuttgarter Stadtachter

Die RG gewinnt Langstrecke und Sprint

Am Sonntag, den 8. April hat bei schönstem Sonnenschein der 32. Stuttgarter Stadtachter stattgefunden, bei dem ursprünglich die Achter-Mannschafen der beiden Stuttgarter Rudervereine, der StCRC und die StRG ihre Kräfte messen. Mittlerweile ist das Starterfeld deutlich größer. Insgesamt elf Teams hatten gemeldet und damit eine Chance auf die Cannstatter Kanne und den Heinz-Fritsch-Pokal.

Nachdem in den ersten Jahren meistens wir gewonnen haben, steht ein Sieg jetzt schon seit sechszehn Jahren aus.

Auch dieses Jahr war die RG mit einer Zeit von 9:33,20 das schnellste Boot und gewann damit die Cannstatter Kanne. Die Mannschaft des StCRC brauchte für die 3.200 m lange Strecke von der Wilhelmsbrücke zum heimischen Steg 10:00,10 Min.

Beim Sprint am Nachmittag erhitzten sich die Gemüter. Nach Diskussionen um die Startbahn und einer beinahe Kollision kurz nach dem Start wurde das Rennen zunächst abgebrochen. Im zweiten Versuch konnte man sich aus dem Weg gehen. Auch den Sprint über 350 Meter gewann die RG vor dem StCRC mit zwei Sekunden Vorsprung und damit den Heinz-Fritsch-Pokal. Ganz knapp dahinter landete der Juniorenachter der Renngemeinschaft Marbacher RV / RG Eberbach. Das sehr stark besetzte Boot hatte schon auf der Langstrecke mit der zweitbesten Zeit des Tages beeindruckt.

Bei den Masters konnte die RG „Ghibellina“ Waiblingen das Eregebnis aus dem Vorjahr bestätigen. Am Ende ging es um eine Sekunde, um die der StCRC von der RG "Ghibellina" Waiblingen geschlagen wurde. Auf Platz 3 kam der RV "Neptun" Konstanz. Beim Sprint dasselbe Bild. Waiblingen gewann mit einer guten Sekunde Vorsprung vor Cannstatt und Konstanz.

Bei den Frauen trat nur der Achter der RG an, konnte aber die zu schlagende Zeit von 2016 (10:50.48) nicht toppen und kam mit 11.22,74 ins Ziel. Die Stuttgarter Juniorinnen fuhren in Renngemeinschaft mit 12:08,33 eine respektable Zeit und verzichteten deshalb beim Sprint auf einen Zeitvorsprung vor den Frauen. Vom StCRC saßen mit im Boot, Selma Michel, Hannah Lott und Maren Sautter und von der Stuttgarter RG Lilly Krauter, Lena Radke, Sandra Tubbesing, Oona Kern, Claire Kübler.

Den Lauf der Firmenachter gewann auf der Langstrecke Daimler vor Bosch und der Uni Konstanz. Im Sprint wiederum ruderte Bosch auf den ersten Platz, gefolgt von Daimler und der Uni Konstanz.

Ein erheiterndes Element beim Stadtachter sind die Rennen der Fun-Vierer. Hier treten Mannschaften im von einem Clubmitglied gesteuerten Gig-Vierer gegeneinander an, die vorher nicht mehr als drei Mal unter Anleitung eines Clubmitglieds gerudert haben dürfen. Ziel ist es, dass Rudernde des StCRC ihren Arbeitskolleg/innen die Möglichkeit geben, das Rudern zu probieren und auch gleich mal Wettkampfluft zu schnuppern. Dieses Jahr waren es vier Mannschaften, die im KO-System gegeneinander antraten. Hier gewann der Vierer "Spitzenteam" vom Frauenhoferinstitut.

Auch die Jüngsten im Verein kamen zum Zug. Mittlerweile haben wir zwei Doppelvierer für den stark gewachsenen Kinder- und Jugendsport. Und die wollten auch mal um die Wette fahren. Zwei Doppelvierer sind in Summe auch acht. Rennleitung und Publikum waren überzeugt. Für die Sieger gab es zur Belohnung Schokolade.

In bewährter Manier sachkundig und unterhaltsam moderiert wurden die Rennen auch dieses Jahr wieder von Andreas Linke.

Und wieder einmal hat uns das Wetter verwöhnt und reichlich Besucher/innen beschert, die teils kenntnisreich, teils erstaunt zusahen, wie die langen Boote über ihre Köpfe hinweg zum Steg und wieder zurück auf den Bootsplatz getragen wurden. Und die Radfahrerinnen und Radfahrer, die bei dem schönen Wetter zahlreich unterwegs waren, mussten immer wieder mal warten oder sich durch das Publikum hindurchschlängeln.

Die Jugend hat gegen Spenden in die Jugendkasse selbstgebackenen Kuchen und Kaffee ausgegeben. Am Grill wurden Würstchen gebraten, und auch Maultaschen und Kartoffelsalat gab es wieder.

Alles in allem ein gelungener Tag, der zugleich eine schöne öffentliche Werbung für den Rudersport war. Vielen Dank an die zahlreichen Helferinnen und Helfer, ohne die das Fest und die Regatta nicht funktioniert hätte.

Und ein großes Dankeschön an die teilnehmenden Teams, die mitunter weit angereist waren, um uns allen einen spannenden Wettkampf zu bescheren.