Heineken Roeivierkamp, 10.-11.03.2018

Männerachter mit gutem Ergebnis in Amsterdam

Am Wochenende vom 09.-11. März gastierte der Cannstatter Männerachter beim Heineken Cup im holländischen Amsterdam. Die Regatta sollte als erste Feuertaufe für den erst in diesem Winter neu formierten Achter dienen und gleichzeitig die Regattasaison 2018 einleiten.

Ganze acht Stunden dauerte es, bis man die anstrengende Fahrt hinter sich hatte und im Hotel in der Nähe der Regattastrecke einchecken konnte. Umso angenehmer war es dann, dass das erste Rennen am Samstag erst um 17 Uhr startete und man am Vormittag genug Zeit hatte sich von den Reisestrapazen zu erholen.

Um 16 Uhr ging es dann endlich los und man machte sich an den Start für das erste von vier Rennen, den 2500m. Die Cannstatter starteten in diesem Jahr in der Division 2 und sahen sich hier harter Konkurrenz aus ganz Europa entgegen. Vor allem die starken Clubboote aus den Niederlanden und der Schweiz, aber auch aus Deutschland, wie den Ruder-Bundesliga Teams aus Hannover oder Witten sorgten für ein hochkarätig besetztes Feld.

Gegen 17.30 Uhr fiel dann der Startschuss für die Stuttgarter beim Head Race gegen die Zeit, bei dem die Boote in 10-15 Sekunden Abständen auf die Strecke gehen. Das Boot erwischte einen soliden Start und ruderte ein technisch sauberes Rennen. Allerdings kam das dahinter startende Boot aus Portugal immer näher und fuhr bei knapp 1500 Metern an den Canntattern vorbei. Auf die letzte ca. 700m lange Schlussgerade eingebogen zündeten die Jungs um Schlagmann Philipp Hillinger allerdings noch einmal den Turbo und erhöhten die Schlagzahl auf 37. Stück für Stück flog das Boot an die Portugiesen wieder heran und konnte am Ende sogar noch mit über einer Bugkastenlänge Vorsprung ins Ziel einfahren. Ein unglaublicher Kraftakt der acht Jungs, der zurecht gefeiert wurde und sie auf den insgesamt 27. Platz von 35 Booten schob. Im direkt anschließenden 250m Sprint ging es gegen das dritte Boot vom gastgebenden Verein Nereus, der einige Nationalruderer in seinen Reihen hat. Nach gelungenem Start musste man hier mit den schwierigen Wind- und Wasserbedingungen kämpfen und konnte das Rennen auf einem guten 23. Platz abschließen und das obwohl kurz vor dem Start die Coxbox ausgefallen war und die Jungs somit „blind“ in das Rennen gingen.

Zum Abschluss des Tages ging es dann noch zum gemeinsamen Abendessen und zu einer kleinen Stadttour in die Amsterdamer Innenstadt.

Zweiter Tag mit gemischten Gefühlen

Am zweiten Tag ging es morgens zunächst über die 5000m Langstrecke an den Start. Durch erneute Probleme mit der Coxbox kam man deutlich zu spät an den Start und hatte gerade noch Glück, dass man keine Zeitstrafe entgegennehmen musste. Knapp eine halbe Stunde später ging es dann los auf die Strecke, wieder gefolgt von den starken Portugiesen, die am Tag davor einen Platz besser abschneiden konnten als die Stuttgarter. Über 4000m zeigten die Jungs ein gutes Rennen, wobei sich die Belastung vom Vortag deutlich in den Beinen zu spüren machte. Als sich dann das Boot aus Portugal an den Cannstattern vorbeischob ging den Männern ordentlich die Puste aus und man ließ den Gegner auf eine ganze Länge davonfahren. Dementsprechend gefrustet von der eigenen Leistung ging es dann in die Pause.

Eine deutliche Ansprache vor dem letzten Rennen machte klar: jetzt muss nochmal ein richtiges Feuerwerk vom gesamten Team abgebrannt werden, um mit einem guten Gefühl aus dem Wochenende herauszugehen. Dementsprechend motiviert gingen die Mannen von Steuerfrau Marieke Sicking vom heimischen Club Nereus an den Start. Im finalen 750m Sprint sah man sich dem starken Boot aus Witten entgegen, die durch ihre Sprintstärke in der Ruder-Bundesliga bekannt sind. Im 1 gegen 1 ging es auf die Strecke, auf der die Wittener den Start für sich entschieden und eine gute halbe Länge Vorsprung herausfuhren. Dann zündeten die Cannstatter erneut den Turbo und schoben sich Stück für Stück an den Gegner ran. Genau in diesem Moment passierte der ansonsten überragend fahrenden Steuerfrau jedoch ein böser Steuerfehler wodurch sich das Stuttgarter Boot direkt in die Bojenketten verabschiedete. Durch den ständigen Bojenkontakt reichte auch der Schlussspurt nicht mehr aus um mehr als den 31. Platz beim letzten Rennen zu belegen.

Insgesamt schneidet das Boot auf Platz 26. ab, was angesichts der starken Konkurrenz aber als durchaus gelungenes Ergebnis und als bestandene Feuertaufe gewertet werden kann! Ein super Wochenende geht zu Ende und die Vorfreude auf die Regattasaison ist geweckt!

Mit dabei waren: Philipp Hillinger (Marbacher RV), Philipp Wess, Simon Gessler, Viktor Wess, Magnus Gähr (Esslinger Ruderverein), Florian Roth, Jan Ripperger, Florian Markert und Steuerfrau Marieke Sicking (Nereus)