Ländervergleichskampf 2018

Saisonabschluss der StCRC-Kinder beim LVK in Hanau

Traditionell bildet der Ländervergleichskampf (LVK) der südlichen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland den Abschluss der Rudersaison der Kinder und läutet zugleich den Start in die nächste ein. Mit einigen Veränderungen, denn für den ältesten Jahrgang heißt es danach: Ab in die neue Trainingsgruppe der Junioren und Eintauschen der Kinderskulls gegen Big Blades. Zugleich drängen von unten her die ehemaligen Ruderschüler in die Kindergruppe nach und füllen den entstehenden Raum aus.

Wie schon öfters und zuletzt in 2015 richtete einmal mehr der Hanauer Regattaverein den LVK auf dem sehr schönen, weitläufigen Regattagelände entlang des Mains aus. Die Wettkämpfe des LVK-Wochenendes bestehen aus einer 500m-Kurzstreckenregatta auf 5 Bahnen am Samstag, bei der die Teilnehmer ganz normal für ihre Vereine starten, und Rennen über dieselbe Distanz aus spontan zusammengesetzten Landesauswahl-Booten. In den Rennen beider Tage werden Punkte für die Landesverbände gesammelt. Der Verband mit den meisten Punkten darf am Ende den begehrten Wanderpokal in Empfang nehmen.

Der StCRC ging einmal mehr mit einem recht großen Aufgebot von insgesamt 14 Sportlern an den Start. Die Wettkämpfe gingen etwas unglücklich los, denn sowohl Max Nagel als auch Lasse Heller mussten sich in ihren Einerrennen der Leistungsklasse (LK) I und II denkbar knapp geschlagen geben. Joshua Ullrich und Tobi Gathmann fuhren dann im leichten 2x der 14-Jährigen in der LK I den ersten Sieg ein; Nicolas Schauwecker und Theo Keyl taten es ihnen im LK II-Lauf desselben Rennens gleich. Amrei Abendschein steuerte im leichten LK II-Einer der 14-jährigen Mädchen den dritten Tagessieg bei und hatte wenig später zusammen mit Evelyn Hoffmann im LK II-2x-Rennen der 14-jährigen Mädchen ebenfalls Pech mit einem zweiten Platz nach Zielfoto-Entscheid. Eine sehr starke Leistung lieferte einmal mehr das Duo Lasse Heller und Max Nagel ab, das die Konkurrenz im LK I-2x der 14-Jährigen deutlich distanzierte. Franziska Nagel und Johanna Warning zeigten in den ersten Einerrennen ihrer noch jungen Ruderkarriere schon erstaunliche Reife und Technik und kamen bei den 12- und 11-jährigen Mädchen auf zweiten Plätzen ein. Bei den leichtgewichtigen 14-Jährigen waren StCRCler in allen drei Leistungsklassen vertreten: Während Joshua Ulrich sich noch einem Konkurrenten geschlagen geben musste, konnten sich Theo Keyl (LK II) und Nicolas Schauwecker (LK III) nach dem gemeinsamen Triumph im 2x beide über ihren zweiten Tagessieg freuen. Kurze Zeit später ließ Evelyn Hoffmann einen souveränen Erfolg im Einer der 13-jährigen Mädchen der LK II folgen. Der Jungen-4x+ mit Tobi Gathmann, Joshua Ullrich, Lasse Heller, Max Nagel und Steuerfrau Amrei Abendschein beendete eine tolle Herbstregatta-Serie ungeschlagen und überquerte die Ziellinie zum fünften Mal in Folge als erster, mit deutlicher Tagesbestzeit. Der neunte und letzte Tagessieg ging auf das Konto unserer Jüngsten, des Mädchenvierers mit Livia Schauwecker, Franziska Nagel, Johanna Gathmann und Johanna Warning mit Tobi Gathmann an den Steuerseilen, leider erst mit zeitlicher Verzögerung. Hier wurden im Rennen der 12-Jährigen nach einer Abmeldung die Leistungsklassen zusammengeworfen, so dass der zweite Platz im Lauf erst auf Nachfragen als Sieg in der LK III geehrt wurde. Schade um den Moment!

Am Sonntag war dann der Ländervergleichskampf i.e.S. an der Reihe, bei dem die Sportler der Landesverbände in Auswahl-Großbooten (4x+ und 8+) an den Start geschickt werden. Siebenmal konnten Ruderinnen und Ruderer des StCRC zu Siegen des Landesruderverbands Baden-Württemberg (LRVBW) beitragen. Am meisten Radaddeln, nämlich gleich deren 4, konnte Amrei Abendschein abgreifen, eine im leichten 4x+ der 14-Jährigen, eine im Mädchen-Achter und zwei in steuernder Position. Max Nagel und Tobi Gathmann waren im Mixed-4x+ und Jungen-Achter (Max) sowie im leichten Jungen-4x+ und Mixed-Achter (Tobi) erfolgreich. Evelyn Hoffmann war ebenfalls im Mixed-Achter, während Lasse Heller mit Max Nagel im siegreichen Jungen-Achter saß.

Insgesamt gab es einen klaren Sieg des LRVBW, der nicht ganz überraschend kam, da man auch mit der deutlich größten Anzahl an Sportlern am Start war und mit mehr als 100 der insgesamt 270 Teilnehmern auch die meisten Möglichkeiten zum Punktesammeln hatte. Nichtsdestotrotz war unter der großen Masse aus dem Ländle auch sehr viel Klasse am Start –  ein Fazit, das man auch aus Cannstatter Sicht ziehen kann. Es war ein toller, erfolgreicher Saisonabschluss unter hervorragenden äußeren Bedingungen mit Sonnenschein, kaum Wind und weitestgehend glattem Wasser. Es wird interessant, zu beobachten, ob und wie die positive Entwicklung anhalten wird, insbesondere wie der älteste Kinderjahrgang das etwas härtere Brot des ersten B-Junioren-Jahrs verdaut bekommen wird. Die zuletzt gezeigten Leistungen und positiven individuellen Entwicklungen lassen durchaus auf eine nicht nur größere sondern auch schlagkräftigere Junioren-Wettkampfgruppe in der Saison 2019 hoffen. Und um Größe und Qualität der Kinder-Wettkampfgruppe muss einem sicherlich auch nicht bange sein…