Ergocup Neckarelz

Start in die Ergo-Saison

Am 19. Januar startete der StCRC mit elf Sportlern – aufgrund von Krankheiten leider 2 weniger als ursprünglich geplant –  der Jahrgänge 2003 bis 2007 bei der 20. Ausgabe des Ergocups Neckarelz in die neue Saison. Im Vergleich zum überregionaleren Ergo-Cup Rhein-Neckar in Ludwigshaben (16.02.2019) richtet sich der Neckarelzer Indoor-Wettbewerb eher an die weniger erfahrenen Ruderinnen und Ruderer, wobei durchaus auch große Qualität und weit angereiste Athleten vor Ort waren. Bei den Cannstattern war das Gros der Teilnehmer hingegen mit geringer Erfahrung ausgestattet – für 8 war es der erste Ergometerwettkampf, für 4 der erste ernsthafte Wettkampf im Rudersport überhaupt.

Die Jubiläumsausgabe des Ergocups fand an neuer Lokalität statt. Mit der Pattberghalle in Mosbach wurde eine geeignete, modernere Halle als die früher genutzte gefunden. Sie bot gute Luft und damit gute Voraussetzungen für ordentliche Leistungen auf den zehn neuwertigen Wettkampfergometern. Nach den 30 Minuten-Rennen der Masters-Ruderer begannen ab 11 Uhr endlich die Läufe über die Normalstrecke, von jung nach alt, von 1000m nach 2000m. Als Erster vom StCRC ging Leon Yilmaz im 2. Lauf der leichtgewichtigen 13-Jährigen an den Start. Im letzten Drittel wurde es richtig hart und Leon wurde knapp geschlagener Zweiter im zweiten Lauf. Insgesamt sprang im 13er Feld der 5. Platz heraus – sehr bemerkenswert als jüngerer Jahrgang. Direkt danach war Henning Kalmbach bei den 13-jährigen Schwergewichten dran. Vorne kloppten sich zwei deutlich älter erscheinende Athleten mit großem Vorsprung um den Sieg, während sich Henning mit einem beherzten Rennen anschickte, „Best-of-the-Rest“ zu werden. Platz 3 mit einer starken Verbesserung der persönlichen Bestzeit – da war die Freude groß. Bei den leichtgewichtigen 13-Jährigen Mädchen waren mit Franziska Nagel und Johanna Gathmann gleich zwei Cannstatt-Sportlerinnen am Start. Im Training meist nahezu auf die Sekunde gleichauf erwischte diesmal Franziska den besseren Tag und kam mit deutlicher persönlicher Bestzeit auf Rang 3 ein paar Sekunden vor Johanna ein. Marlene Oppold hatte erst im Rahmen des Herbst-Anfängerkurses den Weg in den StCRC gefunden und nicht gleich Freundschaft mit der Rudermaschine geschlossen – jetzt war sie bei den schweren 13-jährigen Mädchen am Start. Mit 3 erfahrenen Ruderinnen in Front holte Marlene mit Platz 4 von 6 das maximal Mögliche raus. Noch knackiger war das Meldefeld bei den 14-jährigen schweren Mädchen, in dem Evelyn Hoffmann die StCRC-Farben vertrat. Gleich 5 starke Sportlerinnen schickten sich an, die wichtige 4-Minuten-Barriere zu durchbrechen. Die lag an diesem Tag leider etwas zu hoch für Evelyn, so dass es irgendwann nur noch ums Durchkommen ging und letztendlich der 5. Platz bleib. Bei den leichtgewichtigen 14-Jährigen traf Tobias Gathmann auf die beiden Ersten des Bundeswettbewerbs, die, wie erwartet, nicht zu schlagen war. Dass Tobi trotz ausgezeichneter Zeit im zweiten Lauf noch von einem Konkurrenten passiert wurde, war hingegen überraschend – schlussendlich schrammte er eine Sekunde sowohl am persönlichen Rekord als auch am 3. Stockerlplatz vorbei. Samuel Dold ruderte bei den Schweren in derselben Altersklasse ein tolles Rennen und kam auf Platz 5 ein. Er verbesserte dabei seine eigene Bestzeit erheblich, scheiterte aber leider knapp an der 4-Minuten-Schallmauer – dann eben beim nächsten Mal!

In den 1500m-Rennen der B-Junioren hatte der StCRC weitere drei Sportler am Start. Amrei Abendschein bei den leichtgewichtigen B-Juniorinnen erwischte nicht den besten Tag, so dass einmal mehr Kampfgeist und Charakterstärke gefragt waren, die Amrei das Rennen schließlich 4 Sekunden über Bestzeit auf Platz 4 beenden ließen. Für Philip Groenjes war das Rennen der leichtgewichtigen B-Junioren die erste Berührung mit Wettkampfrudersport, die offensichtlich schmerzhafter war als erwartet. Umso großartiger, durchgekommen zu sein, schlussendlich exakt auf der Zeitvorgabe und auf Platz 12 von 19 auch mit ansprechendem Ergebnis. Den Abschluss aus StCRC-Sicht machte Lasse Heller mit seinem ersten Auftritt bei den schweren B-Junioren. Dass hier die Trauben deutlich höher hängen als beim Kinderrudern war klar ersichtlich. Lasse beendete die 1500m zwar knapp hinter der Zeitvorgabe aber noch immer mit deutlicher persönlicher Bestzeit, die jedoch lediglich zu Rang 9 (von 11) reichte.

Zwei Podestplätze durch Franzi Nagel und Henning Kalmbach, gefühlte „Nahtod-Erfahrungen“ für einige, neue Bestzeiten für viele, und nützliche Rennerfahrung für alle – das war die Bilanz des diesjährigen Neckarelzer Ergocups. Wirklich Lieben lernen „die Maschine“ nur wenige, nicht im Training und noch weniger im Wettkampf – aber ihr Nutzen für die Verbesserung von Technik, Effizienz, Fitness und nicht zuletzt Willensstärke während der Wintermonate steht außer Frage. Trotzdem schön, wenn das Training irgendwann wieder mehr und mehr aufs Wasser verlagert werden kann. Weiterhin stark im Fokus wird der Ergometer für diejenigen mit dem Ziel Ergo-Cup Rhein-Neckar stehen. Mitte Februar haben die Junioren mit Zielstellung Kader und Jahrgangsmeisterschaften in Ludwigshafen die Möglichkeit, sich zu zeigen und zu positionieren.