Boschfahrt auf dem Main

Klein aber fein

An Pfingsten haben wir mit der Bosch-Rudergruppe den schönen Main von Lohr bis Aschaffenburg berudert. Dabei hatte Bianca ihr Debut als Fahrtenleiterin – ein sehr erfolgreiches, das sei vorweggenommen. Mit dabei waren auch zwei Anfänger der Bosch-Ruderschule.

Beim Kanuclub in Lohr wollten wir unsere Tour starten. Es gab eine großartige Zeltwiese, ein sehr großes Pavillonzelt als wetterfestes Esszimmer, einen Kühlschrank und vor allem – einen Grill! Nach dem Aufriggern wurde also fleißig gegrillt und noch fleißiger gegessen. Grundlage gelegt – die erste Etappe konnte kommen. Der Main ist etwas stärker befahren als der Neckar, vor allem die zahlreichen schnellen Motorboote konnten ein wenig nerven. Landschaftlich war der Main wunderschön. Da wir ohne Landdienst rudern wollten, kam alles in die Boote. Hat mal wieder funktioniert, auch wenn der Gepäckberg zunächst nicht so aussah.

Die Bootsschleusen auf dem Main sind leider sehr klein. Mehr als ein Boot geht da beim besten Willen nicht rein, und wir haben es wirklich versucht. Eine weitere Besonderheit sind die teils in die Bootsschleuse integrierten Fischtreppen. Die Schleuse wird beim Runterschleusen immer kürzer… Also haben wir meistens die Schifffahrtsschleusen genutzt. Nach einer Eis- und Mittagspause in Marktheidenfeld kamen wir in Wertheim an, wo wir auch Anne trafen, die die Tour mit dem Rad begleitet hat und netterweise am ersten Tag das Gespann an den Zielort gebracht hat. Die Zelte wurden aufgebaut, die Koch- und Essplane ausgelegt, und nach einem ausgiebigen Bad im Main – hier sogar mit Strömung – haben wir gemütlich gekocht und gegessen.

Auf dem Weg von Wertheim nach Miltenberg haben wir den locals vertraut und eine Pausenstelle mit Sandstrand und Eis- und Getränkekiosk ausgeguckt, wo es einen großen schattigen Baum gab. Wären die anstrengenden MoBo Piloten nicht gewesen, wäre die Pause noch entspannter gewesen. In Miltenberg haben wir uns mehrheitlich gegens Zelten und für die auch sehr luftige Bootshalle entschieden. Zum Essen hat Christine uns in der Altstadt ins historischste Restaurant der Stadt eingebucht – klasse!

Nach einem FRÜHstück machten wir uns auf die recht lange letzte Etappe nach Aschaffenburg. Ein wenig getrieben von dem Wunsch, zu einer vernünftigen Zeit in Stuttgart anzukommen, ließen wir die Mittagsause ausfallen und kamen tatsächlich erfreulich zeitig in Aschaffenburg an. Noch geschwind mit Schwarmintelligenz die Boote abgeriggert und aufgeladen, und schwuppdiwupp waren wir auch schon wieder auf dem Heimweg. Wir sagen „Danke!“ an Bianca für die perfekte Organisation und an die ganze Gruppe für eine harmonische und lustige Wanderfahrt.