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Bootsstatus
09:30/Trollinger/Heidelberg
14:45/Alfred Lange/Revier
Gesamtkm: 33651
Was heißt eigentlich ...
Mastersrudern?
Rennruderinnen und Rennruderer ab 27 Jahre können in den Altersklassen der Masters starten. Den Begriff Masters übernahm der Deutsche Ruderverband (DRV, www.rudern.de) vom Weltruderverband (FISA, www.worldrowing.com). Zuvor hießen diese Altersklassen AH (wie Alte Herrren, ging wegen zunehmender weiblicher Beteiligung nicht mehr), dann Senioren und später Veteranen. Ganz glücklich ist man mit keinem dieser Begriffe geworden.
Warum gibt es eigentlich ...
Mastersrudern?
Für Rennruderinnen und Rennruderer ab 27 Jahre lässt vielleicht die zeitliche Belastung durch Familie oder Beruf ein umfangreiches Renntraining nicht mehr zu. Sie können dann trotz geringerem Trainingsaufwand gegen Gleichaltrige innerhalb ihrer Altersklasse Rennen bestreiten. Sie können aber auch in der offenen Klasse bleiben.
Die Trainingsintensität ist weit gespannt. Von zwei- bis dreimaligem Training pro Woche bis zu mehr als sieben Trainingseinheiten pro Woche und zusätzlichem Trainingslager ist alles möglich. Neben reinen Vereinsmannschaften können beliebige Renngemeinschaften gebildet werden.
Wer rudert für Cannstatt eigentlich ...
Masters?
Aktuell starten Eva Savel und Günter Beck bei Mastersregatten für den STCRC (fotos andi drees).

Eva rudert seit 2000 im Doppelzweier mit Günter. Gemeinsam haben sie schon mehrfach bei der FISA World Rowing Masters Regatta gewonnen.
Seit 2001 rudert Eva auch sehr erfolgreich in Renngemeinschaften
mit internationaler Besetzung.

Günter startete erstmals 1982 bei der FISA World Rowing Masters Regatta in Heidelberg im Cannstatter Vierer, der das Rennen gewann. Nachdem der Vierer sich aus gesundheitlichen Gründen auflöste, fuhr Günter ab 1993 nur noch zur FISA Regatta. Mit wechselndem Erfolg startete er im Einer.
Seit wann gibt es eigentlich ...
Mastersrudern?
Die erste Regatta fand 1973 in Wien statt. Die FISA wollte testen, ob es dafür Bedarf gibt. Zur allgemeinen Überraschung kamen über 700 Rennruderinnen und Rennruderer aus 10 Ländern. Die Veranstaltung wurde beibehalten und findet seither jährlich an einem anderen Ort statt. 2009 war sie wieder einmal in Wien. Über 4.000 Ruderinnen und Ruderer aus mehr als 40 Nationen besuchten sie.
Wer rudert bei der FISA Regatta eigentlich ...
Mastersrudern?
Vom ehemaligen Olympiasieger oder Weltmeister bis zum "normalen" Rennruderer ist alles vertreten. Das
Interesse gilt natürlich den Ambitionierten, die bis zur Ziellinie kämpfen.
Die Meldeergebnisse sind beachtlich. Gezählt wird in Bootssitzen. So waren 2007 in Zagreb/Kroatien 8.288 Sitze
in 2.910 Booten vom Einer bis zum Achter gemeldet. 2008 in Trakai/Litauen waren es mit 1.556 Booten und
4.106 Sitzen nur halb so viele. In Wien wollten im September 2009 alle auf der neuen Donau rudern.
3.200 Boote, 470 Rennen und über 10.000 Sitze mit 3.500 Teilnehmern war die stolze Bilanz. Die Jüngsten
sind eben 27 Jahre, die Ältesten über 90 Jahre.
Wie werden die FISA-Rennen eigentlich ...
ausgetragen?
Die 1.000 Meter lange Regattastrecke hat je nach Regattaort sechs bis acht Bahnen. In Wien wurde 2009
alle drei Minuten ein Rennen gestartet. Oft wird das Albanosystem eingesetzt. Dabei trennen Bojen
die Bahnen voneinander vom Start bis zum Ziel. Werden zu einem Rennen mehr Boote gemeldet
als Bahnen zur Verfügung stehen, wird das Rennen in Abteilungen ausgefahren. Der Sieger der
Abteilung bekommt eine Medaille. Es gibt also keine Vor- oder Hoffnungsläufe etc.
In Wien wurden 2009 zum Beispiel in der Altersklasse C der Männer 144 Einer gemeldet. Daraus wurden
18 Abteilungen. Bei den Frauen waren in dieser Boots- und Altersklasse 50 Meldungen eingegangen. Das
ergab sieben Abteilungen. Im Männerachter der Altersklasse D gab es 37 Meldungen. Gestartet wurde in
fünf Abteilungen (heats).
Wo rudern eigentlich ...
Mastersruderer?
In Deutschland bieten viele Regattaveranstalter zusätzlich zu den Rennen für Kinder, Junioren und Senioren
auch Mastersrennen an. Zusätzlich schreibt der DRV die German Masters Open und das Masters Championat
aus. Der Weltruderverband lädt jährlich zur FISA World Rowing Masters Regatta ein. Auf den Kontinenten, auf
denen diese nicht stattfindet, veranstaltet die FISA zum Beispiel die Euro Masters Regatta. Sie findet meist
in München Oberschleißheim statt.
Zusätzlich gibt es Regatten mit den unterschiedlichsten Streckenlängen. Angefangen von Sprints über
circa 250 Meter bis zur Ultralangstrecke, zum Beispiel 100 Kilometer auf dem Rhein oder
etwa 140 Kilometer rund um den Genfer See etc. Wer den Erfolg sucht, hat hier die freie Wahl!
In welchen Booten rudern eigentlich ...
Mastersruderer?
Bei der FISA Regatta werden je für Frauen und Männer Einer, Doppelzweier, Doppelvierer, Zweier ohne,
Vierer ohne, Vierer mit und Achter ausgeschrieben. Die Rennen mit gemischten Mannschaften (je die Hälfte
Männer und Frauen) sehen Doppelzweier, Doppelvierer und Achter vor.
In welchen Klasssen starten eigentlich ...
Mastersruderer?
Es gibt neun Altersklassen:
A Mindestalter 27 Jahre
B Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre
C Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre
D Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre
E Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre
F Mindestdurchschnittsalter 60 Jahre
G Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre
H Mindestdurchschnittsalter 70 Jahre
I Mindestdurchschnittsalter 75 Jahre
Das Mindestdurchschnittsalter gilt für Mannschaften. Der Steuermann zählt nicht mit. Für Einer ist das
Mindestdurchschnittsalter jeweils das Mindestalter. Als Alter gilt das im jeweiligen Jahr erreichte Alter.
Es hat sozusagen jeder am 1.1. eines Jahres Geburtstag.
Beim Rennrudern gibt es die offene Klasse und an Alter oder Gewicht orientierte Klassen. Mastersrudern
kann mit 27 Jahren begonnen werden. Andere Altersklassen wären die Junioren (bis 18 Jahre) oder die
Senioren B (19 bis 22 Jahre) und die Senioren A ab 23 Jahre. Die Senioren A sind die eigentliche
offene Klasse, wenn sie keine Gewichtsbeschränkung haben (Leichtgewicht). Andere Sportarten haben
ähnliche Einteilungen.