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Skiff-Wochenende 2010 in Breisach
Skiff-Wochenende 2010 in Breisach
Anfahrt
Nachdem bereits am vergangenen Donnerstag der Boots-Anhänger beladen wurde, trafen sich Mario und einige Ruderer/innen am Freitag auf 15.00 Uhr zur Abfahrt am Ruderhaus. Um 16.15 Uhr waren dann auch alle da, dass der Bus starten konnte. Mit gemächlichem Tempo und durch viele Baustellen traf der Bus gegen kurz vor 20.00 Uhr nahe der deutsch-französischen Grenze in der Jugendherberge Breisach ein. Nachdem der Anhänger verstaut und die Gepäckstücke auf die Zimmer verteilt waren, stand das gemeinsame Abendessen im benachbarten Restaurant „Rhein-Promenade“ an.
Frühsport
Während sich am Samstagmorgen die anderen noch aus dem Bett pellten und das Frühstücksbüffet etwas eingehender untersuchten, waren Jochen und Anne bereits im Feuervögele unterwegs um das Ruderrevier genauer zu inspizieren. Gegen 9.00 Uhr waren dann alle Sportlerinnen und Sportler am Anhänger um die 12 Boote ruderfertig zu machen und nahe des Stegs bereitzustellen.
Debüt im Skiff-Boot
Nachdem die erfahreneren Ruderer/innen in den zweier- bis vierer-Booten auf dem Wasser waren, begingen die „Rudererfahrungsküken“ ihre ersten Schwimmversuche. Erst noch unter den schützenden Flügeln ihrer Trainer, dann die ersten zaghaften Ruderbewegungen in geringer Entfernung zum Steg. Keiner der Debütanten wurde dabei in der ersten Einheit nass. Das übernahmen erfahrenere Einerfahrer und Fahrerinnen später teils vorsätzlich, einmal aber auch unerwartet. Bei Wassertiefen von meist deutlich unter zwei Metern und deutlich wärmerem Wasser als befürchtet, jedoch kein weiteres Problem, so dass das Wiedereinsteigen oder für Fortgeschrittenere auch das Tauschen der Skulls auf dem Wasser mehrfach versucht werden konnten. In der zweiten Einheit bewiesen dann vier Ruderer im Hugo Münz, dass mit einem guten Boot, einigem Krafteinsatz und einer konzentriert sauberen Technik auch mit einer sehr langsamen Vorwärtsbewegung auf dem Rollsitz eine erhebliche Geschwindigkeit erreicht werden kann. Von dieser Anstrengung musste sich erst einmal in einer ausgiebigen Siesta vor dem dritten Abschnitt erholt werden. Im letzten Abschnitt konnte Thomas seine Erfahrung als Trainer ausspielen. Mit einer Besatzung aus zwei Ruderinnen und zwei Ruderern, die erstmalig Riemen ruderten, besetzte er als Steuermann den Thurnado und vermittelte die Grundlagen des Riemenruderns so erfolgreich, dass nicht nur das Boot innerhalb weniger Kilometer ruhig und angenehm lief, sondern dass alle Teilnehmer Spaß und Interesse am Riemenrudern fanden. Laut Trainer keine Selbstverständlichkeit.
Gefahr aus der Tiefe
Währendessen nahte sich das Unheil dem aktuell wohl besten Freizeitboot des StCRC - dem Hugo Münz. Einige der erfahreneren Ruderer waren mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs und liefen auf einen knapp unter der Wasseroberfläche treibenden Baumstamm auf. Durch die Kraft des Aufschlags wurde das scharfe Schwert - bevor es abriss - derart in das Holz getrieben, dass es nur mit Werkzeugunterstützung wieder gelöst werden konnte.
Schlimmer als befürchtet
An Land zeigte sich, der Schaden ist möglicherweise noch schlimmer als zuerst gedacht. Das Schwert gab an zwei Sollbruchstellen nach; das dahinter liegende Steuer jedoch wurde nach hinten gebogen, wobei die Kante deutlich in den Bootsrumpf eindrang.
Nasses Ende
Kurz nachdem Hugo Münz abgeriggert und transportfertig gemacht wurde, läutete ein herannahendes Gewitter auch für die anderen Boote das Trainings-Ende ein. Der Großteil des Materials konnte an den Liegeplatz unter der Bootshalle des ortsansässigen Ruderclubs gebracht werden bevor ein leichtes Gewitter mit Starkregen einsetzte. Dieses Glück wurde dem etwa 5 Minuten später ankommenden Einer, den Trainern und den hinzueilenden Helfern beim Tragen nicht zuteil. Aufgrund des starken Regens wurde auf das Grillen Samstagabends verzichtet. Der Koch der Jugendherberge erklärte sich bereit, das Grillgut in seiner Pfanne zuzubereiten. Nachdem der Regen später stark nachgelassen hatte, entschädigten sich die Teilnehmer dafür im Anschluss mit einem Eis im nahe gelegenen Breisach.
Rudern unter erschwerten Bedingungen
Am Sonntagmorgen führte der Seitenarm mit der Regattastrecke Hochwasser, das sich laut Ortsansässigen im Verlauf des Tages noch erhöhen sollte. Durch das weit geöffnete Wehr herrschte deutliche Strömung. Zudem wehte ein mittelstarker auflandiger Wind und zeitweise fiel feiner Nieselregen. Ein Großteil der Teilnehmer/innen entschied sich dennoch eine kleine Rudereinheit zu fahren. Die Anfänger im Einer sollten hierbei nahe des deutschen Ufers bleiben, da befürchtet wurde, sollte doch jemand kentern, das Boot bei der starken Strömung ins Wehr getrieben werden könnte. Im resultierenden Begegnungsverkehr mit den stromabwärts zurückkehrenden Booten kam es dabei zu einer Schrecksekunde, es gelang aber den Bootsbesatzungen einander auszuweichen.
Richtung Heimat
Nach dieser letzten Einheit wurden alle Boote wieder reisefertig gemacht und die Teilnehmer machten sich auf den Rückweg ins Hofener Ruderhaus, um außer Hugo Münz alle Boote wieder für den Alltagsbetrieb vorzubereiten.
Glück im Unglück?
Bei Hugo Münz wurde nun das Steuer herausmontiert: möglicherweise ist der Schaden doch etwas geringer. An der Stelle, an der das Steuer in den Bootsrumpf eindrang, ist der Kiel verstärkt. Die Kante durchschlug den Rumpf nicht komplett. Der genaue Schaden wird in Kürze genauer evaluiert.
Abschluss
Mit dem Dank an die Trainer Mario und Thomas und der Planung sich im Herbst für ein Nachtreffen zusammenzufinden, verabschiedeten sich die Teilnehmer.
böt